Die Antlitzdiagnose nach Schüßler

Der Wunsch, Krankheiten und Mangelerscheinungen im Gesicht eines Menschen zu erkennen, besteht wahrscheinlich schon seit der Antike. Auch die Traditionelle Chinesische Medizin kennt dieses Verfahren.

Am häufigsten hört man den Begriff der Antlitz-Diagnostik jedoch in Verbindung mit Wilhelm Heinrich Schüßler, dem Namensgeber und Entdecker der biochemischen Salze. Das Verfahren ist auch als Signaturen-Diagnostik bekannt und beruht auf der Annahme, dass eine Mangelerscheinung im Körper an der Beschaffenheit der Haut im Gesicht und auch an den Händen und Füßen zu erkennen ist. Darüber hinaus können natürlich auch die Haare und Nägel auf Mängel hinweisen. Zu den typischen Merkmalen werden vor allem Farb- und Glanzveränderungen gezählt. Im Falle der Antlitz-Diagnose nach Schüßler geht man davon aus, dass jede dieser Veränderungen auf einen ganz bestimmten Salzmangel zurückzuführen ist. So soll ein Mangel an Ferrum phosphoricum daran ersichtlich sein, dass in den Augenwinkeln eine blauschwarze Verfärbung eintritt.

Schüßler selbst forschte Zeit seines Lebens an den möglichen Signaturen, doch auch seinen Anhängern kommt eine große Bedeutung in der Entwicklung dieser Diagnoseform zu. So geht ein Großteil der Erkenntnisse auch auf Dr. h.c. Kurt Hickethier (1891-1958) zurück. Dieser erhielt in Amerika für seine Arbeit sogar die Ehrendoktorwürde.

Gezielte Studien zur Antlitz-Diagnostik versuchen zudem, die organische Ursache für die Veränderungen aufzuklären. Eine Theorie  geht davon aus, dass durch einen Salzmangel im Körper eine Veränderung in der Haut zustande kommt. Diese verliert an Spannung und wird so anfälliger für Verfärbungen und Falten. Die Forschungen nach den Ursachen der Veränderungen sollen helfen, dieses Verfahren weiter zu modifizieren und zu verbessern.

Die Antlitz-Diagnose sollte nur von speziell ausgebildeten Personen durchgeführt werden. Es besteht die Gefahr, ernsthafte Erkrankungen zu übersehen und dadurch zu verschlimmern. Darum sollte bei Verdacht auf ernstere Beschwerden zusätzlich immer ein Arzt konsultiert werden.

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