Die Faszination der Faszien

Die Faszination der Faszien

Lange Zeit wurde ihre Bedeutung für Struktur und Stabilität des Körpers unterschätzt, doch gerade in den vergangenen Jahren hat die Forschung erstaunliche Resultate zu Tage gefördert: Die Rede ist von den sogenannten Faszien – dem Bindegewebe, Bändern und Sehnen. „Faszien umhüllen alle Strukturen unseres Körpers: Sie unterstützen, verbinden, halten auseinander und schützen“, erklärt Achim Schrievers, Shiatsu-Lehrer GSD. Die Funktion der Faszien nimmt somit eine Schlüsselrolle ein für Gesundheit und Beweglichkeit des Menschen.

Zusammengezogene Faszien können Ursachen für Schmerzen sein

Experten schreiben den Faszien einen wichtigen Beitrag beim Heilungsprozess des Gewebes nach Verletzungen zu. Bekannt ist auch: Bei vielen muskulären Problemen, Rückenschmerzen oder einer steifen Schulter etwa, können funktional eingeschränkte Faszien zu den Ursachen für Schmerzen, Haltungsprobleme und Bewegungseinschränkungen zählen. Auch in traditionelle Heilmethoden wie Shiatsu fließen diese Erkenntnisse ein: „Wir verstehen die Faszien als körperinneres Kommunikationsnetz, das durch eine Shiatsu-Behandlung weiter, freier und durchlässiger werden kann“, erläutert Birgit Voß, Vorstand der Gesellschaft für Shiatsu in Deutschland (GSD). „Im Mittelpunkt steht die achtsame und nährende Berührung, die der Shiatsu-Praktikerin anzeigt, welche Technik, ob Dehnung, Bewegung, Einsinken oder Halten, weiterführend ist.“ Shiatsu beinhaltet respektvolle und vertrauensstärkende Faszienarbeit und geht darüber hinaus.

Einheit von Körper, Geist und Seele

Grundsätzlich unterscheidet der Fachmann zwischen oberflächlichen Faszien im Unterhautgewebe, tieferen in Bändern und Sehnen sowie viszeralen Faszien, die gleichsam als Membran die inneren Organe einbetten. „Es wird vermutet, dass unsere Befindlichkeit dort lebt, im Bindegewebe“, so Bruno Endrich, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft für Shiatsu. Genau hier setzt auch die fernöstliche Heilkunde an. Sie sieht den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele und will seine Energieflüsse verstehen und anregen. In der Shiatsu-Behandlung wird die Klientin in eine Entspannung hineinbegleitet, die Voraussetzung ist für die Entfaltung von Selbstregulierungskräften.

Die Shiatsu-Behandlung

Shiatsu ist eine aus Japan stammende und in den letzten 30 Jahren im Westen eigenständig weiterentwickelte Behandlungskunst, in der mit Hilfe tiefer, achtsamer Berührungen energetische Schlüsselpunkte und Bahnen (Meridiane) stimuliert werden. Traditionell wird Shiatsu am bekleideten Menschen auf einer Matte am Boden gegeben, kann aber auch auf einer Liege oder einem Behandlungsstuhl ausgeführt werden. Wer Shiatsu kennenlernen möchte, sollte sich an qualifizierte, von der GSD anerkannte Shiatsu-Praktiker wenden, Adressen findet man unter www.shiatsu-gsd.de. (djd)

Foto: djd/GSD

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