Haaranalyse oder Haarmineralstoffanalyse

Eine Haaranalyse oder Haarmineralstoffanalyse kann zum Beispiel der Bestimmung der Ernährungsgewohnheiten dienen. Weiterhin kann diese dazu beitragen, etwaige Gesundheitsrisiken wie Schadstoffe aufzuspüren.

Im Gegensatz zum Blut oder Urin geben Haare keine Momentaufnahme des Organismus ab. Vielmehr können sie Vergiftungen und chronische Belastungen widerspiegeln, die sich über einen längeren Zeitraum im Körper angesiedelt haben können.

Haaranalyse – Nachweis von Schadstoffen

Der Nachteil einer Haaranalyse liegt darin, dass nicht alle Substanzen gleichermaßen gut nachzuweisen sind. Zudem können chemische Behandlungen wie Färben und Dauerwellen sowie der Aufenthalt in chlorhaltigem Wasser die Ergebnisse unbrauchbar machen.

Neben den durch Inhalieren, Injizieren und Essen aufgenommenen Schadstoffen sind auch solche durch direkten Kontakt aufgenommenen Substanzen (z.B. Staub) im Haar nachweisbar. Dabei ist es schwierig, die Art der Aufnahme zu bestimmen.

Durchführung einer Haaranalyse

Um die im Haar enthaltenen Mineralstoffe zu bestimmen, werden zwei Haarbüschel mit einem Durchmesser von jeweils etwa 5 mm benötigt. Diese müssen direkt an der Kopfhaut abgeschnitten werden und sollten eine Mindestlänge von zwei Zentimeter haben. Bei der Haaranalyse sollten Einflussgrößen wie Alter und Geschlecht, Jahreszeit, Rauchverhalten und Staubbelastung berücksichtigt werden.

Bedeutung für die Naturheilkunde

Die Haaranalyse hat in der alternativen Medizin eine große Bedeutung, da eine Störung im menschlichen Mineralstoffgehalt als Ursache und Auslöser vieler Krankheiten angesehen wird. Naturheilkundler behaupten, dass sich Mängel an Mineralstoffen zunächst nur unterschwellig bemerkbar machen. Aus diesem Grund wird eine Haaranalyse dann empfohlen, wenn man sich nicht richtig wohl fühlt.

Bei einer Haarmineralstoffanalyse werden mehr als 60 Substanzen bestimmt wie zum Beispiel Chrom, Arsen, Kupfer, Blei, Kadmium und Quecksilber. Der Befund einer Haaranalyse gibt Auskunft über Mangel- bzw. Belastungszuständen sowie zur Krankheitsursache. Den Patienten werden Hinweise zur richtigen Ernährung und Therapien mit auf den Weg gegeben.
Allerdings ist der Interpretationsspielraum bezüglich eines Mangels bzw. einer Belastung an Mineralstoffen und anderen Substanzen sehr groß.

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