Hustensäfte: Vorsicht Nebenwirkungen

Erkältungen und Husten veranlassen die Wenigsten zu einem Arztbesuch. Dabei ist gerade Husten ein Symptom, das auf unterschiedliche Ursachen hinweist.

Der Hals kratzt, Husten quält. Der schnelle Griff in die Hausapotheke ist für viele Menschen ein Weg, sich von den Symptomen zu befreien, ohne über die Ursachen nachdenken zu müssen. Wie die Rückrufaktion des clobutinolhaltigen Hustensafts „Silomat“ eindringlich beweist, ist dies nicht nur aufgrund der gängigen Praxis gefährlich, mit diversen Mittelchen schnell Linderung zu schaffen, ohne einen Gedanken an Nebenwirkungen und Warnsignale des Körpers zu verlieren. „Silomat“ wurde in Deutschland 1961 eingeführt. Ende letzten Jahres wurde bekannt, dass der Hustenstiller nicht nur in den Bronchien, sondern fatalerweise auch im Herzen wirkt: Herzrhytmusstörungen können die Folge sein. Ein großes Risiko, besonders für ältere oder herzkranke Menschen.

Die „Alternative“ sind Hustensäfte, die Dextrometorphan enthalten. Dabei handelt es sich um ein synthetisches Opioid, das mit Codein und Morphin verwandt ist. Natürlich muss auch hier mit Nebenwirkungen gerechnet werden: Juckreiz, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Unruhe, allergische Reaktionen auf Zusatzstoffe, Rötungen der Haut, Müdigkeit, Gleichgewichtsstörungen oder völliger Kontrollverlust über die Koordination des Körpers. Ein sehr hoher Preis, um einen Reizhusten zu stillen.
Bei schleimigem Husten können die Wirkstoffe Bromhexin und Ambroxol den Abtransport aus dem Körper erleichtern. Die Liste der Nebenwirkungen ist kürzer: Überempfindlichkeitsreaktionen, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Schwangere sollten ganz auf die Arznei verzichten. Auch jene, die die lange Liste der Nebenwirkungen schreckt, haben Alternativen.

Sie kommen aus Phytomedizin, Homöopathie oder ganz einfach aus dem Küchenschrank und der Natur. Demnächst stelle ich hier die wichtigsten Mittel vor.
Zum Schluss noch eine Erkenntnis, die gerade Verfechter der Alternativmedizin freuen wird: Der angenommene Placeboeffekt sägt nicht nur am Stuhl der Homöopathie. Studien zeigen, dass die meisten rezeptfreien Hustenstiller, -blocker und -löser ebenfalls nur Placeboeffekte bewirken.

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