Kolloidales Silber – Risiken und Nebenwirkungen?

Kolloidales Silber oder auch Silberkolloid ist ein Medikament der Naturheilkunde, dass schon seit Jahrhunderten bekannt ist und von dem manche Wissenschaftler denken, es sei ein Wundermittel, das Anwendungserfolge bei nahezu allen Krankheiten verspricht.

Das ist Kolloidales Silber ganz sicher nicht, aber dass es sich bei Mensch und Tier bewährt hat, steht außer Frage. In der Naturheilkunde wird es als Antibiotikum verwendet, dass keine Nebenwirkungen haben soll. Manche Verfechter gehen sogar so weit, dass sie kolloidalem Silber nachsagen, es würde gegen alle Bakterien wirken, ohne resistente Stämme zu bilden.

Kolloidales Silber: Die Anwendung

Neben der Behandlung von Bakterien soll kolloidales Silber auch gegen Viren und Pilze helfen. Darüber hinaus gibt es einige zugelassene Arzneimittel (Gastrarctin® N und Medikamente mit Silbersulfadiazin), in denen kolloidales Silber in unterschiedlicher Konzentration vorkommt.

Einige Forscher berichten aber auch über Nebenwirkungen, die die Verfechter wiederum gänzlich abstreiten. Man muss beiden Seiten ein bisschen Recht geben. Die Dunkelverfärbung der Haut (Argyrie) von der wir hier als Nebenwirkung sprechen ist keine reine Nachwirkung des kolloidalen Silbers, sondern des Silbers an sich.

Das zeigte auch der „Blaue Mann“, der ja durch die Medien ging: Der Amerikaner Paul Karason nahm über 14 Jahre lang regelmäßig kolloidales Silber zu sich und rieb sich auch das Gesicht damit ein, welches nach und nach komplett blau wurde. Dennoch schwört der Mann tatsächlich noch immer auf sein „Hausmittel“.

Kritik am Silberkolloid

Weil der Markt für das Produkt nicht kontrolliert wird, kann man schon sehr leicht und auch noch aus Versehen an derartige Produkte mit einer viel zu hohen Silberkonzentration kommen. Beim kollodialen Silber handelt es sich ja um Flüssiggemische, die aus kleinsten Silberteilchen bestehen und in speziellen Kolloidmühlen oder über chemische Verfahren hergestellt werden. Wenn an dieser Stelle gepfuscht wird, erhält der Verbraucher ein unreines Produkt und riskiert Nebenwirkungen.

Erstverschlimmerung bei Silberwasser

Wie auch bei homöopathischen Arzneien kann es im Falle der Einnahme von kolloidalem Silber zu einer Erstverschlimmerung kommen. Verfechter gehen davon aus, dass die Substanz direkten Einfluss auf die Zellen nimmt und sich damit alte Krankheitsherde wieder reaktivieren können. So kann es dazu kommen, dass es nach der Einnahme für kurze Zeit (maximal zwei bis drei Tage) zu grippeähnlichen Symptomen kommt.

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