Potenzierung – Was ist das eigentlich?

Bei der Potenzierung handelt es sich um die Herstellung homöopathischer Arzneimittel. Dabei werden die Arzneien Schritt für Schritt mit Alkohol bzw. Wasser vermengt oder auch mit Milchzucker verrieben. Die Verdünnung ist letztendlich so extrem, dass der Basisstoff nicht mehr nachzuweisen ist.

Ziel dieser Methode ist es, die unerwünschten Nebenwirkungen auszuschalten, wobei die erwünschten Wirkungen erhalten bleiben sollen. Viele Homöopathen gehen davon aus, dass durch dieses Verfahren der positive Effekt des Arzneimittels sogar noch verstärkt wird. Die jeweiligen Verdünnungsstufen werden in der Homöopathie als Potenzen bezeichnet.

Potenzierung – Wirkung wissenschaftlich widerlegt

Die im Potenzierungsverfahren angewandten Verfahren Verschütteln und Verreiben werden aus wissenschaftlicher Sicht mit Ritualen gleichgesetzt, da die beabsichtigte Wirkung im Widerspruch mit grundlegenden physikalischen Erkenntnissen steht.

Samuel Hahnemann – Vater der Potenzierung

Dr. Samuel Hahnemann kann als Begründer des Verfahrens bezeichnet werden. Zudem ist er der Begründer der Homöopathie. Er entwickelte ein spezielles Verfahren, das zur Herstellung von Arzneimitteln genutzt wurde, und führte dies nach lang andauernden Experimenten in die Homöopathie ein. Dabei werden die Arzneimittel in Etappen miteinander verdünnt, wobei zwischen jedem Schritt Verrieben bzw. Verschüttelt wird.

Basis des Potenzierens ist eine so genannte Urtinktur, die bei pflanzlichem Ausgangsstoff aus der frischen Pflanze hergestellt wird, die dann für mehrere Wochen in Alkohol eingelegt wird und in regelmäßigen Abständen geschüttelt wird. Handelt es sich um eine mineralische Basis, wird diese zu feinem Pulver verarbeitet und dann ebenfalls in Alkohol eingelegt.

Beim Potenzieren wird eine kleine Menge der Urtinktur mit der zur jeweiligen Stufe passenden Menge (z.B. 1 : 99) zunächst mit Alkohol verdünnt und anschließend verschüttelt.

Kritik am Verfahren

Physikalisch gesehen handelt es sich beim Potenzieren um ein Verdünnen der Basissubstanz. Dass die Wirkung der Substanzen auf das Verdünnungsmittel übertragen wird, ist weder chemisch noch physikalisch zu erklären, obwohl sich einige der Erklärungsansätze auf die Quantenphysik berufen.

Zudem konnte in mehr als 200 wissenschaftlichen Studien bisher kein Beweis erbracht werden, dass homöopathische Arzneien eine höhere Wirkung als den Placebo-Effekt haben.

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