Radon-Therapie: Durchführung und Risiken

Sich freiwillig einer radioaktiven Strahlung aussetzen um sich von Schmerzen und Entzündungen zu befreien: Das klingt nach einer ebenso neumodischen wie gefährlichen Sache. In Wirklichkeit ist diese Therapieform nicht so neu wie es auf den ersten Blick scheint. Ob sie gefährlich ist? Nun, darüber gibt es mehrere Meinungen.

Zunächst einmal zum Ablauf: Was passiert bei einer Radon-Kur?

Da diese Kurform der Balneotherapie zugeschrieben wird, muss man sich an den Anwendungen orientieren, die typisch dafür sind: Wasser aus Quellen mit besonderen, natürlichen Inhaltsstoffen – in diesem Fall Radon – wird getrunken, verdampft und inhaliert und für Bäder verwendet. Oft verfügen entsprechende Kurort über Stollen, also Hohlräume in Bergen, in denen das radioaktive Edelgas in der Luft besonders hoch konzentriert ist. Radon wird in diesem Fall über die Haut und/ oder die Atmung aufgenommen. Es gibt aber auch Anwendungen, bei denen das Radon-Wasser getrunken wird.

Risiken und Nebenwirkungen?

Da streiten sich die Experten. Es gibt Theorien die davon ausgehen, dass eine niedrige Strahlendosis (wie im Falle der Radon-Kur) nicht schädlich für den Körper ist, ihn vielmehr gesund erhält. Zudem bleibt Radon nur einige Stundenim Körper nachweisbar. Es wird sehr schnell zersetzt. Aber, die Stoffe, in die es zerfällt,erzeugen Kritik: Es handelt sich um Wismut, Blei und Polonium, die im Körper bleiben können. Anhänger werten diese Tatsache jedoch ab: Es gehe um äußerst geringe Mengen Radon, die tatsächlich im Körper zerfallen. Dementsprechend klein ist auch die Menge der Zerfallprodukte.

Welcher Seite man Glauben schenkt, hängt auch hier wieder von der persönlichen Entscheidung ab. Bei sehr schweren chronischen Erkrankungen kann das Risiko gegen die Wirkung der Kur aufgewogen werden.

Quelle

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