Yohimbin als natürliches Potenzmittel?

Yohimbin, der Wirkstoff aus der Rinde des Yohimbe Baumes, wird seit jeher von amerikanischen Urvölkern als eine Art pflanzliches Viagra und Aphrodisiakum genutzt. Was ist dran, am pflanzlichen Potenzmittel?

Der Yohimbe Baum, aus deren Rinde (Cortex yohimbe) Yohimbin hauptsächlich gewonnen wird, kommt jedoch – das sollte man vielleicht vorweg sagen – nicht nur aufgrund seiner angeblich „leistungssteigernden“ Wirkung zum Einsatz, sondern wird auch hin und wieder in blutdrucksenkenden Mitteln verwendet. Bekannt ist Yohimbin aber zumeist durch seine potenzsteigernde Wirkung.

Die Geschichte von Yohimbin

Da der Yohimbe Baum nur in Afrika vorkommt, war er natürlich vor allem bei den afrikanischen Naturvölkern bekannt. Die nutzten zuvorderst seine psychoaktiven Wirkungen, denn bei dem Stoff aus der Rinde, eben jenem Yohimbin, handelt es sich um ein Indol-Alkaloid, das biogenetisch auch aus  Tryptophan, einem oft als Stimmungsaufheller benutzten Stoff, hergeleitet werden kann.

Wahrscheinlich aus einer Beobachtung der Verwendung durch die westafrikanischen Stämme heraus nutzten vor allem im 18. Jahrhundert die Anhänger der Bohème-Bewegung die Droge, hier verstärkt in Zirkeln, die sich der sexuellen Erprobung und Horizonterweiterung widmeten. Das Yohimbin heute noch zu nehmen ist zwar teilweise verbreitet, ich würde aber stark davon abraten, da Experimente, gerade mit pflanzlichen Drogen, bekanntlich sehr in die Hose gehen können.

Wirkung von Yohimbin

Die Wirkung des Yohimbins wird in der Wissenschaft zwiespältig betrachtet. Einige Studien erkennen keinerlei Wirkung, wieder andere wollen diese bei Potenzstörungen bei bis zu 60 % der Probanden beobachtet haben. Eine vermutete Wirkung würde sich in den Rezeptoren des Zentralnervensystems und in Zusammenhang mit dem Botenstoff Serotonin abspielen.

YohimbinPräparate

Im Handel erhältlich sind verschreibungspflichtige Präparate (Yohimbin-Spiegel-Tabletten), die den Wirkstoff in hoher Dosis enthalten. Die Wirkung bei erektiler Dysfunktion muss, wenn sie überhaupt eintreten soll, über mehrere Wochen abgewartet werden. Nebenwirkungen gibt es aber leider auch: So zählen Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Zittern, Panikattacken und Schwindel in Folge von Blutdruckstörungen zu den unerwünschten Folgen der Einnahme.

Nicht verschreibungspflichtige Yohimbinpräparate gibt es auch. Diese homöopathischen Mittel gibt es in jeder Apotheke, wo sie meistens als Tropfen verkauft werden.

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