Balneologie: Von Heilbädern und Heilgasen

Als Balneologie bezeichnet man die Bäderkunde. Diese befasst sich mit therapeutischen Anwendungen von Heilgasen, natürlichen Heilquellen und Peloide (z.B. Torf und Schlamm), die mittels Bädern, Inhalationen und Trinkkuren für körperliches Wohlbefinden sorgen sollen. Der wissenschaftliche Aspekt der Bäderkunde geht auf Emil Osann zurück.

Im Rahmen der Bädertherapie kommen verschiedene Behandlungsarten zum Einsatz. Dabei findet Wasser Verwendung, welches aus Heilquellen stammt und einen hohen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen aufweist.

Balneologie – Fester Bestandteil innerhalb der Medizin

Innerhalb der Balneologie kommen aber nicht nur medizinische Bäder, sondern auch Inhalationen und Trinkkuren zum Einsatz. Das heilende Wasser muss mindestens einen Gramm gelöste Stoffe pro Kilogramm enthalten. Zu den heilenden Substanzen gehören unter anderem besondere Salze, die in allen Meerwassern enthalten sind.

Das Wasser der Meere ist reichhaltig an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Selen, Magnesium, Jod und Kalzium. Da der Salzgehalt im menschlichen Körper geringer ist als der im Meerwasser nimmt der Organismus diese Inhaltsstoffe sehr gut auf. Dies geschieht zum einen über die Haut aber auch über die Atemwege. Die positive Wirkung dieses Heilverfahrens hat sich besonders bei Erkrankungen wie Rheuma und Atemwegserkrankungen bestätigt.

Bädertherapie – Hilfe bei Hautkrankheiten

Etwa neun Millionen deutsche Bürger leiden an Schuppenflechte und Neurodermitis. Diese Krankheiten beruhen auf einer Überreaktion des Immunsystems und werden durch äußere Einflüsse wie Stress und Umweltfaktoren ausgelöst. Die typischen Symptome wie Juckreiz und Entzündungen können bei einer äußerlichen Anwendung im Rahmen einer Bädertherapie minimiert werden.

Linderung rheumatischer Beschwerden

Neben den positiven Effekt bei Hauterkrankungen hilft die Balneologie auch bei rheumatischen Beschwerden, da die Therapie die Knochen und Gelenke entlastet. Rheuma entsteht unter anderem aufgrund einer Störung des Immunsystems, wobei so genannte Tumornekrosefaktoren eine große Rolle spielen. Diese können zum Beispiel mit TNF-α-Blockern behandelt werden, die aber starke Nebenwirkungen haben können und zudem sehr teuer sind. Die Therapie mit Meerwasser hingegen kommt ohne Nebenwirkungen aus und ist zudem preiswert.

Aber auch bei Allergien und Asthma kann die Balneologie lindern wirken. In Deutschland sind etwa 20 Millionen Menschen an Asthma bronchiale oder einer chronischen Bronchitis erkrankt. Neben einer medikamentösen Therapie können Inhalationen mit Meerwasser zur Linderung beitragen.

Die Behandlungen mit Meerwasser werden von den gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen einer Kur mit Zuschüssen unterstützt.

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