Die Synergetik-Therapie: Ein Verfahren der Alternativmedizin

Die Synergetik-Therapie stellt ein alternativmedizinisches Verfahren dar, welches sich an Menschen mit allen Arten von Erkrankungen richtet.

Synergetik bedeutet die Lehre vom Zusammenwirken, welche auf den Prinzipien der Selbstorganisation beruht und vom Physiker und Mathematiker Hermann Haken begründet wurde. In der Hirnforschung fand die Idee der Synergetik bereits in den 1950er Jahren Einzug, wobei man die Wahrnehmungsleistungen des Gehirns, mit der ständigen Neubildung neuronaler Beziehungen, als selbstorganisierend betrachtet. Der Physik-Ingenieur und frühere BKA-Mitarbeiter Bernd Joschko übertrug dieses Prinzip der Synergetik auf die sogenannten „inneren Bilder“, welche bei der Tiefenentspannung auftreten und legte damit den Grundstein für die Synergetik-Therapie, welche zur eigenverantwortlichen und ganzheitlichen Selbstheilung führen soll.

Die Synergetik-Therapie: Eine Innenweltreise als Anleitung zur Selbstheilung

Laut Joschko sollen in der eigenen Psyche Selbtorganisationsprozesse ausgelöst werden können, die eine heilende Wirkung haben. Dafür bedarf es einer Veränderung der Muster der inneren, imaginären Bilder, welche als Energiebildstrukturen bezeichnet werden. Der Synergetik-Therapie zufolge gibt es krankmachende Muster, die man bei einem freilaufenden assoziativen Suchprozess durch die innere Bilderwelt finden und entsprechend abändern kann. Eine solche Innenweltreise beinhaltet stets eine Selbsterfahrung und Lebenskompetenzerhöhung, was demnach zu einer unspezifischen Selbstheilung führen soll, da man die Hintergründe von Erkrankungen aufdeckt, anstatt die bloßen Symptome zu bekämpfen.

Ablauf der Synergetik-Therapie

Bei der Synergetik-Therapie hört der Patient bzw. Klient entspannende Musik, wobei ihm die Augen verbunden werden, was zu einem Zustand der Tiefenentspannung führen soll. Vor dem geistigen Auge soll der Patient anschließend bildlich eine Treppe hinabsteigen und an deren Ende durch eine Tür einen Raum betreten. Es folgt eine Beschreibung der visuellen Eindrücke und eine Art Dialog mit eben diesen Erfahrungen. Um dann im Gehirn des Erkrankten verankerte Informationsstrukturen zu verändern, sollen Konflikte und Erinnerungen mit dem Therapeuten besprochen werden und dann mithilfe von Symbolbildern und inneren Figuren alte Strukturen gekippt werden, was selbstheilende Prozesse auslösen soll.

Kritik an der Synergetik-Therapie

In Deutschland darf seit dem 18. Juni 2009 die Synergetik-Therapie ausschließlich von Ärzten Psychotherapeuten und Heilpraktikern ausgeübt werden. Sie gilt demnach als medizinische Krankheitsbehandlung, obwohl keine klinischen Studien zur Wirksamkeit vorliegen. Die Begrifflichkeiten wie Bionik und Synergetik deuten einen wissenschaftlichen Zusammenhang an, der jedoch nicht belegt ist, was viele an dieser alternativen Therapie-Form zweifeln lässt und etliche Kritiker hervorbringt.

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